Mit der neuen Ausstellung „Tach zusammen“ widmet das Bilderbuchmuseum Burg Wissem einer der bedeutendsten deutschen Kinderbuchillustratorinnen eine umfassende Ausstellung: Anke Kuhl. Bis zum 6. September 2026 sind zahlreiche Originalillustrationen und Einblicke in das vielseitige Werk der Frankfurter Künstlerin zu sehen.
Für das Bilderbuchmuseum ist Anke Kuhl dabei längst keine Unbekannte mehr. Bereits 2002 erhielt sie für ihr Buch „Cowboy will nicht reiten“ das erste Troisdorfer Bilderbuchstipendium. Seitdem war sie immer wieder mit ihren Arbeiten und Projekten in Troisdorf präsent – ob in Ausstellungen, Workshops der Stiftung Illustration oder bei außergewöhnlichen Ausstellungseröffnungen, die vielen Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung geblieben sind.
Geboren 1970 in Frankfurt am Main, studierte Kuhl Freies Zeichnen in Mainz sowie Visuelle Kommunikation in Offenbach. Gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern gründete sie 1999 die bis heute prägende Frankfurter „Labor Ateliergemeinschaft“. Schon früh wurde ihre besondere Bildsprache ausgezeichnet: unter anderem mit dem Eulenspiegelpreis, dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie dem Max und Moritz-Preis.
Was Anke Kuhl so besonders macht, zeigt auch die Ausstellung in Troisdorf eindrucksvoll: Ihre Illustrationen sind humorvoll, lebendig und unmittelbar – und zugleich erstaunlich mutig. Ob peinliche Situationen, schwierige Gefühle oder Themen, über die sonst eher geschwiegen wird: Anke Kuhl gelingt es immer wieder, solche Momente mit großer Leichtigkeit und viel Feingefühl für Kinder zugänglich zu machen. Ihre Bilder bringen junge Leserinnen und Leser zum Lachen, Staunen und Nachdenken – und oft auch die Erwachsenen daneben.
Die Ausstellung lädt dazu ein, in diese besondere Bilderwelt einzutauchen und eine Künstlerin neu oder wiederzuentdecken, die die deutsche Kinderbuchillustration seit vielen Jahren entscheidend mitprägt.








